Joachim
Selbert
Geschichten aus den Abgründen menschlicher Gewalt. Recherchiert an der Grenze des Erträglichen — erzählt ohne Kompromiss.

Drei Fälle.

Am Anfang schuf Gott Himmel und Hölle
Berlin: Zwei grausam entstellte Leichen, eine Spur ins Darknet. KHK Pete Beska und die Taskforce HEAVEN tauchen ein in die Schreckensregionen des Internets – ein atemberaubender Thriller über die Abgründe des Netzes.
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Deranged
Los Angeles – damals. Napa Valley – heute. Detective Blake jagt einen Serienmörder, der keine Unterschiede macht. Doch als die Vergangenheit ihn Jahre später einholt, stellt sich eine Frage: Hat er den Falschen gejagt?
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Ich bin die Auferstehung und euer Tod
Ein Routineeinsatz wird für die Breslauer Polizei zum tödlichen Albtraum. Pete Beska, Kriminalhauptkommissar beim LKA Berlin, gerät auf die Fährte einer skrupellosen Organisation – ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
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Die Mechanik der Gewalt.
Joachim Selbert, Jahrgang 1970, wurde in Mannheim geboren. Nach einer kaufmännischen Ausbildung lebte und arbeitete er mehrere Jahre in München und Los Angeles. Der direkte Kontakt mit den sozialen Gegensätzen und den Abgründen der Großstadt – besonders in Downtown Los Angeles – prägte seinen Blick auf Gewalt, Schuld und gesellschaftliche Verdrängung nachhaltig.
Seine intensive Auseinandersetzung mit realen Gewaltverbrechen, Täterpsychologie und forensischem Profiling bildet die inhaltliche Grundlage seiner Thriller. Beeinflusst durch John Douglas und Robert Ressler gilt sein Interesse weniger der Sensation als den Mechanismen, die extreme Gewalt ermöglichen oder übersehen lassen. In seinen Romanen wird Gewalt nicht ästhetisiert, sondern als zerstörerischer Akt gezeigt, der Täter wie Opfer gleichermaßen prägt. Joachim Selbert lebt und arbeitet in der Rhein-Main-Region.
Was Leser sagen.
„Ein aufwühlendes, intensives Buch, das wichtige Tabuthemen aufgreift und dabei Spannung auf höchstem Niveau liefert. Für Thriller-Fans mit starken Nerven ein absolutes Muss!"
„Dieses Buch liefert wirklich alles – Höchstspannung, Sprachlosigkeit, Brutalität, Tempo, persönliche Konfrontation. Nach der letzten Seite war ich wirklich sprachlos."
„Knallhart, schonungslos ehrlich und brutal, durchweg spannend und so grausam nah an der Realität. Lest dieses Buch – es ist so unglaublich gut!"
„Schon der Prolog hatte es in sich. Durch den fesselnden Schreibstil war ein Weglegen des Buches praktisch unmöglich. Für mich ein Jahreshighlight – absolute Leseempfehlung!"
„Wenn jemand grandios schafft, die kranke Psyche eines Menschen in einen packenden Psychothriller zu verwandeln, dann ist das Joachim Selbert. Das Ende war der absolute Hammer – Gänsehaut garantiert!"
„Selbert schreibt wie kein zweiter. Clever, brutal und ohne Kompromisse! Der Mann schreibt so fesselnd, dass man gar nicht aufhören kann zu lesen. Für mich der beste deutschsprachige Autor!"
Ich bin die Auferstehung und euer Tod
Schwer lag der Herbst über Breslau.
Ein kalter Wind trieb welke Blätter durch die leeren Straßen, ließ sie in wirbelnden Spiralen über das nasse Kopfsteinpflaster tanzen. Die Bäume am Straßenrand wirkten kahl und ausgezehrt. Ihre letzten Blätter klammerten sich vergeblich an die Äste.
Dichte, schwarze Wolken verschluckten den blassen Lichtschein des aufgehenden Mondes und tauchten die Stadt in fahles Zwielicht, als Adam Król und Jacek Michalski wie jede Nacht ihre festgelegte Route fuhren.
Die Beamten der Breslauer Polizei hatten Spätschicht und patrouillierten in den äußeren Bezirken der Stadt. Ihre Strecke begann am Olawka-Stadion in der Weststadt und führte sie hinaus in Richtung Łany, südlich der Oder.
Die Straßen lagen verlassen. Regen peitschte unaufhörlich gegen die Windschutzscheibe.
Als sie die Schleuse Śluza Opatowice passierten, schoss plötzlich ein greller Blitz in Jaceks Sichtfeld.
»Halt mal kurz an«, sagte er und lehnte sich nach vorne.
Adam bremste widerwillig und zog den Streifenwagen an den Straßenrand. Ein zweiter Blitz folgte. Dann Stille. Ein dritter zuckte durch die Dunkelheit. Plötzlich erhellten vier schnelle Blitze hintereinander den Himmel, keine achtzig Meter entfernt.
»Was zum Teufel ist das?«
Adam hob nur leicht die Schultern. »Keine Ahnung. Wahrscheinlich knipst da einer seine nackte Alte, die sich in billiger Reizwäsche auf dem Bett räkelt.«
Ohne auf Adams Kommentar einzugehen, starrte Jacek weiter in die Dunkelheit. Sie bogen rechts ab, folgten der Straße bis ans Ende der Sackgasse. Der Regen fiel nun in dichten, schweren Tropfen.
Vergeblich suchte Jacek nach einer Klingel. Schließlich klopfte er dreimal kräftig gegen das verwitterte Holz der Tür. Keine Reaktion.
Abrupt verstummten sie, als hinter der Tür plötzlich ein dumpfes Geräusch ertönte. Jacek trat einen Schritt zurück, legte die Hand an den Griff seiner Waffe.
»Hier spricht Hauptmann Jacek Michalski, Polizei Breslau!«
Ein ohrenbetäubender Knall zerriss die Stille. Von einer Schrotladung am Arm getroffen, taumelte Adam stöhnend rückwärts und stürzte zu Boden. Jacek reagierte sofort, riss die Waffe aus dem Holster und feuerte auf die Tür.
Bam-bam.
Zwei ohrenbetäubende Salven zerrissen die Tür mit brutaler Wucht. Adam und Jacek warfen sich instinktiv zur Seite. Beide Polizisten gingen rückwärts, synchron, Schritt für Schritt, die Waffen im Anschlag.
Sie warfen sich an die Seiten des Streifenwagens. Das Blech vibrierte unter der Wucht der Einschläge. Jacek hechtete hinter den Motorblock.
Eine Splittergranate detonierte vor dem Streifenwagen. Die Druckwelle erschütterte das Fahrzeug. Feine Metallsplitter schossen unter dem Wagen hindurch – einige trafen Adams Unterbauch.
Er atmete schwer. Schweiß glänzte auf seiner Stirn.
»Adam, bist du okay?«
Adam biss die Zähne zusammen. »Fuck, ja. Aber es brennt wie die Hölle.« Blut sickerte zwischen seinen Fingern hervor.
»Klar, Mann. Ich bin Pole.«
Schreib mir.
Für Leseanfragen, Pressekontakt, Lesungen und alle anderen Anliegen stehe ich dir gerne zur Verfügung.